Reisebericht Estland

Reisebericht Estland

Reisebericht Estland

Reisebericht Estland von Sven

Über den unteren Beitrag gelangen Sie zum Reisbericht Estland von Sven.

Stellen Sie Ihre Anfrage für Ihre Reise nach England hier!

Estland Allgemein

Estland hat eine Fläche von 45227 km². Die Hauptstadt von Estland ist Tallinn. Die Amtssprache ist Estnisch.

Sehenswürdigkeiten

Der Struve-Bogen

Der Struve- Bogen ist ein grenzüberschreitendes Denkmal der Wissenschaft mit einer Länge von 2821 km. Dieser geodätische Vermesungs-Bogen erstreckt sich über 10 Länder. Er beginnt in Hammerfest in Norwegen und geht dann weiter durch die Länder Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland, Moldawien und endet in der Ukraine. Auf dem Struve Bogen befindet sich eine Kette von einzelnen geodätischen Messstationen. Er diente der Vermessung von Teilen der Erdoberfläche und er hatte seinen Ursprung im Observatorium von Tartu, dessen Direktor Struve von 1820 bis 1839 war. Der Struvebogen wurde im Jahr 2005 in die Liste der UNESCO Weltkulturerbestätte aufgenommen.

Altstadt von Tallinn

Tallinn hieß in den früheren Zeiten Reval. Die Stadt liegt am dem Finnischen Meerbusen, einem Teil der Ostsee ca. 80 km südlich von Helsinki direkt am Meer. Auf dem Domberg wurde Mitte des 11. Jh. eine Burg aus Holz gebaut und zu der gleichen Zeit wurde der Hafen angelegt. Im Jahr 1219 wurde mit dem Bau der Domkirche begonnen und unterhalb der Burg siedelten Kaufleute, denen gestattet wurde, die Waren zollfrei einzuführen und zu verkaufen. Tallinn wurde nicht zuletzt deswegen reich.

Die Zugehörigkeit zu anderen Staaten wechselte häufig, so war Tannin eimal dänisch, deutsch und russisch. Wichtig für die Stadt war ihre Beziehung zur Hanse – wohl schon im Jahr 1252, obwohl Tallinn zu der Zeit dänisch war. Die Amtssprache war bis zu dem Jahr 1889 Deutsch.

Im Jahre 1524 wurden drei Kirchen gestürmt und die Ausstattung der Kirchen vernichtet und wertvolle Kunstschätze wurden hier  geraubt, die allerdings kurzfristig zu einem großen Teil wieder gefunden wurden.

Tallinn wurde im Zuge der damaligen Reformation lutheranisch. An der Olaikirche wurde ein gotischer Turm mit einer Höhe von ca. 159 m gebaut, der im Jahr 1629 abbrannte und nach seinem Wiederaufbau nur noch 124 m hoch ist.

Im Jahr 1684 verbrannten die Gebäude auf dem Domberg  und die Pest wütete hier 26 Jahre später, so dass der größte Teil der Bevölkerung starb. Dennoch blieb die Altstadt bei allen Wirren ziemlich unbeschädigt. Sehenswert sind unter anderem das ehemalige Zisterzienserkloster, das vermutlich im Jahr 1249 vom dänischen König gegründet wurde und das Johannisspital aus dem Jahr 1237 in dem, Lepra-Kranke untergebracht wurden.

Vor allem aber begeistern die in der Altstadt gut erhaltenen Kaufmannshäuser. Die Bauweisen dieser Häuser machen Aussagen über die jeweiligen Besatzer und spiegeln Ihren Einfluss wieder. Von der ehemaligen Stadtmauer sind einige Wehrtürme und Mauerteile noch gut erhalten. Das Freilichtmuseum in Rocca al Mare zeigt einige Fundstücke aus der Bauernarchitektur.

Die Altstadt von Tallinn wurde im Jahre 1997 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen.

Bilder von Tallinn sind im Reisebericht Estland von Sven.

Älteste Apotheke Europas

In Tallinn befindet sich die älteste Apotheke in Europa. Sie stammt aus dem Jahr 1422.

Anatomisches Theater

Das ehemalige Lehrgebäude der medizinischen Fakultät der Universität in Tartu wurde vom Johann Wilhelm Krause entworfen. Das Gebäude wurde im Jahr 1805 fertig gestellt, im Jahre 1827 wurde es dann erweitert und 1860 erhielt es sein heutiges Aussehen.

Das Gebäude ist ein historisches Monument der Wissenschaftsgeschichte. An ihr lehrten bekannte Persönlichkeiten wie zum Beispiel August Rauber, Erns von Baer, Karl Kupffer, Martin Heinrich Rathke, Bidder, Carl Ernst Schmidt und weitere.

Noch heute kann das runde anatomische Theater dort besichtigt werden. Es ist allerdings eine Renovierung und Neueröffnung für die nächste Zukunft geplant.

Fernsehturm Tallinn

Das mit 314 m Höhe höchste freistehende Bauwerk in Nordeuropa wurde zwischen 1975 & 1980 anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Moskau errichtet. In 170 m Höhe kann man eine Aussichtsplattform besuchen, von der aus man bei klarem Wetter sogar die Küste Finnlands sehen wird.

Bilder von Fernsehturm Tallinn sind im Reisebericht Estland von Sven.

Gotisches Rathaus

Herausragend ist das alte gotische Rathaus in Tallinn, welches aus dem 11. Jahrhundert stammt.

Hermannsfeste

Die Hermannsfeste (lateinisch Hermanni linnus) ist eine Festung in Narva am Ufer des Flusses Narva. Sie wurde gegen Mitte des 13. Jh. von den Dänen hier errichtet und von ihnen mit der Stadt Narva und Ostestland an den Deutschen Orden verkauft und war somit die östlichste Burg des Deutschen Ordens.

Nach dessen Auflösung war sie von 1558 – 1704 in schwedischem und danach in russischem Besitz. Von 1940 – 1990 waren Burg und Stadt – wie ganz Estland, Lettland und Litauen – Tei der damaligen Sowjetunion.

Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs war die Festung dann nahezu vollständig zerstört worden, wurde aber später restauriert. Heutzutage befindet sich dort ein Museum.

Direkt gegenüber, am rechten Ufer der Narva, liegt die russische Festung Iwangorod. Hier wird der Fluss durch eine Brücke überspannt und hat eine Grenzstation wischen Estland und Russland.

Ca. 90% der Einwohner von Narva russischstämmig sind.

Haus  der Schwarzhäupter-Gilde

Die sogenannte Schwarzhäuptergilde, die es nur im heutigen Estland und Lettland gab, setzte sich aus unverheirateten deutschen Kaufmannsleuten zusammen. Seit dem 1400 Jh. war sie in Tallinn ansässig. Der Schutzpatron der noch immer in Deutschland zu findenden Gilde war der Mauritius. In Tallinn kann man das wundervolle Renaissancehaus der Gilde betrachten, das von einem aufwändig verzierten Portal geschmückt wird. Dargestellt werden hier Wappen der Hansekontore in Brügge, Nowgorod, London und Bergen.

Kadriorg-Palast

Dieser Barockpalast, der auf Befehl Peter des Großen im Jahr 1718 errichtet wurde, wird von einem der schönsten Parks der Hauptstadt Tallinn umgeben.

Kiek in de Kök

Der „Kuck in die Küche“ ist ein mittelalterlicher ehemaliger Kanonenturm in der Hauptstadt Tallinn, der seinen Namen daher erhielt, dass man von ihm aus „so zusagen“ in die Küchen der Bürger der Stadt schauen konnte. Der im ausgehenden 15. Jh. erbaute Turm ist ca. 49 m hoch und bringt es auf einen Durchmesser von 17 m. Mit diesen Maßen und einer Mauerdicke von 3 bis 4 Metern war er seinerzeit der größte Turm seiner Art in Nordeuropa. Leider wurde er im Livländischen Krieg teilweise zerstört, konnte aber später wieder aufgebaut werden. Im heute komplett sanierten Turm wurde ein Teil des Tallinner Stadtmuseums untergebracht.

Parlament

In Tallinn befindet sich das Schloss, in dem früher die russischen Gouverneure wohnten. Heute beherbergt es das Parlament von Estland.

Schloss Katharinental

Zar Peter der Große beauftragte den italienischen Architekten Michetti mit dem Bau des Schlosses in Tallinn, das er zu Ehren seiner Ehefrau und späteren Zarin Katharina I. errichten ließ.

Mit dem Bau wurde 1718 begonnen. Heute befindet sich im Schloss eine Sammlung von ausländischer Kunst. Katharina l. gab dem gleichnamigen Stadtviertel Kadriorg seinen Namen, weil “Kadriorg” Katharinental bedeutet.

Sternwarte in Tartu

Rathaus

Das Rathaus von Tallinn ist das einzige seiner Art im Baltikum weil es im gotischen Stil erbaut wurde und noch erhalten ist. Mit dem Bau des Rathauses wurde zu Beginn des 13 Jh. begonnen. Im 15. Jahrhundert wurde es um einen Turm erweitert, der von einem Turmhelm im Stil der Spätrenaissance gekrönt wurde.  Die drachenförmigen Wasserspeicher stammen aus dem 17. Jh.

Die Sternwarte wurde Anfang des 19 Jahrhunderts vom Architekten Johann Wilhelm Krause, der auch das unweit gelegene anatomische Theater entwarf, errichtet. In den Jahren 1820 bis 1839 war der Astronom Struve hier als Direktor tätig. Das Observatorium hatte seinerzeit das größte Fraunhofer Fernrohr seiner Zeit. Das Observatorium war das Zentrum bzw. der Ausgangspunkt des Struve-Bogens, der vom Nordkap bis an das schwarze Meer verläuft, mit dessen Hilfe die Größe und der Umfang der Erde ermittelt wurde. Der Struve-Bogen gehört in insgesamt 10 Ländern zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Kunda Kultur

In der Nähe der Stadt Kunda wurden Reste der nach ihr benannten Kunda-Kultur gefunden, die etwa zwischen 7.400 und 6.000 v. Chr. im Baltikum und in Nordrussland lebte. Nachfolger der Kunda-Kultur war dann die Narva-Kultur. Das heutige Kunda ist eine rund 3000 Einwohner zählende Stadt in der Landgemeinde Viru-Nigula Estland an dem gleichnamigen rund 70 km langen Fluss an der Nordküste von Estland. Der Fundort befindet sich auf dem Hügel Hiiemägi östlich des heutigen Stadtzentrums, und am Hügel Lammasmägi – einer damaligen Binneninsel.

Weitere Fundorte der Kultur befinden sich bei Pulli, Siimusaare, am 75 km langen Fluss Narva sowie im Stadtteil Ihaste welcher rund 98.500 Einwohner zählenden Stadt Tartu und im Mündungsgebiet des 75 km langen Reiu und des 145 km langen Pärnu, in den er mündet. Die Kunda-Kultur bildete die erste relativ sesshafte Besiedelung der Region und stellt eine Vermischung der Sammler- mit der Fischer- und Jägerkultur dar. Unter den Funden befinden sich viele Artefakte aus Knochen und Horn, die zu Werkzeugen und Waffen verarbeitet wurden.

Museen

Estnisches Freilichtmuseum

Im Freilichtmuseum von Tallinn auf einem großen Gelände an der Küste bei Rocca al Mare werden historische Bauernhäuser des Landes als die Originale gezeigt. Daneben erfährt man viel über die Volkskunst von Estland.

Estnisches Nationalmuseum

Das Nationalmuseum von Estland wurde 2016 eingeweiht.

Es befindet sich auf einem früheren sowjetischen Truppenübungsplatz am Rand der Universitätsstadt Tartu. Die Pläne zu dem Bauwerk stammen von dem in Paris ansässigen Architekturtrio mit dem Israeli Dan Droell,  der Libanesin Lina  Ghotman und dem Japaner Tsuyoshi Tane, die den Wettbewerb im Jahr 2006 gewonnen hatten.

Das Museum präsentiert sich in Form eines 355 m langen und 70 m breiten Keils, der auf eine Höhe von 15 m ansteigt und sich zu einem keilförmigen Eingang unter einem weiten Dach öffnet.

Das Museum stellt mit rund 130.000 Artefakten die Tradition Estlands und seiner umgebenden Region dar. Eine Besonderheit des Museums ist die Dauerausstellung „Das Echo des Urals“, in der die Geschichte und das Leben der finno-ugurischen Völker wieder lebendig gemacht werden.

Zahlreiche Trachten Arbeitsgeräte und weitere Kulturgegenständesind auch ausgestellt. Mit Hilfe von rund ca. 800 Bildschirmen kann der Besucher vertiefende Informationen zu zahlreichen Ausstellungsstücken bekommen.

Okkupationsmuseum

Das Museum in dem modernen Gebäude der jungen estnischen Architekten Head Arhitektid in Estland Tallinn widmet sich der deutschen und der sowjetischen Okkupation des Landes.

Estnisches Historisches Museum im Haus der Großen Gilde

Dieses Museum in Tallinn ist in einem der imposantesten mittelalterlichen Gebäude der Stadt untergebracht.

Das Gildehaus der Kaufleute der Hanse mit der größten sekularen Halle Tallins wurde in dem gotischen Stil errichtet und wurde im Jahr 1410 vollendet. Im Museum wird die Geschichte der Stadt und Tallins dargestellt.

Kunstmuseum KUMU

Das Kunstmuseum in Estland Tallinn, das sich der estnischen Kunst bis in die Moderne und Neuzeit widmet, wurde im Jahre 2006 eröffnet.

Opern und Theater

Estnisches Dramentheater – Tallinn

Das Eesti Draamateater bietet vor allem neuste Werke westlicher Dramaturgen, spielt aber auch einheimische Stücke. Es ist in einem wunderschönen Art-Nouveau-Gebäude beheimatet, das im Jahr 1910 gebaut worden und für sich allein schon einen Besuch wert ist.

Estnisches Puppentheater – Tallinn

Das Eesti Nukuteater wurde im Jahr 1952 als unabhängiges professionelles Theater gegründet und bietet heute eine Innenbühne und eine Außenbühne an. Aufgeführt werden u.a. estnische und klassische Märchen.

Estnisches Russisches Theater – Tallinn

Dieses Theater wurde im Jahr 1948 eingerichtet und besteht heute als einziges russischsprachiges Theater in ganz Estland. Neben den westlichen Stücken werden auch Werke russischer Meister hier aufgeführt.

Vanemuise – Tartu

Dieses Theater in Tartu ist für die estische Sprache und die Nationalbewegung von besonderer Bedeutung.

Sängerbühne oder Sängerfestwiese – Tallinn

Die Freilichtbühne, auf der das riesige, fünfjährig stattfindende Sängerfest stattfindet, wurde im Jahr 1960 errichtet. Der Veranstaltungsort liegt in Kadriorg.

Estnische Nationaloper – Tallinn

Mitten im Herzen Tallinns gelegen, zeigt dieses Opernhaus klassische und zeitgenössische Opern und Operetten, Ballettvorführungen sowie Musicals aller Art. Auch Kinderveranstaltungen gehören zum Repertoire.

Tallinn Stadttheater – Tallinn

Das Tallinna Linnateater wurde 1965 eingerichtet und stellt einen großen Theaterkomplex dar, der aus sieben Vorführungssälen und einer großen Freiluftbühne besteht.

Klöster und Kirchen

Dominikanerkloster

Das dominikanische Kloster in Tallinn wurde im Jahr 1246 gegründet und ist das älteste existierende Kloster Estlands. Die Mauern sind mit Verzierungen aus dem 15. und 16. Jahrhundert geschmückt.

Alexander-Newsky-Kathedrale

Die Alexander Newski Kathedrale Tallinn ist eine russisch-orthodoxe Kirche. Sie wurde 1900 auf dem Domberg gegenüber dem Schloss fertig gestellt und war ein Symbol für die Russifizierung von Estland. Die Kirche soll an der Stelle des Grabes des estnischen Nationalhelden „Kalev“ errichtet worden sein. Der Namenspatron der Kirche, Alexander Newski, schlug 1242 als Führer des russischen Heeres die vordringenden Kreuzritter in der Eisschlacht am Peipussee. Er verhinderte damit deren weiteres Vordringen nach Osten und wurde seiner großen Verdienste wegen heiliggesprochen.

Domkirche Tartu

Diese Kirche in Tartu geht auf das 13. Jh. zurück und zählt damit zu den ältesten Kirchen in Estland.

Domkirche Tallinn

Die Domkirche wurde in der Oberstadt am Kreuzungspunkt von 8 Straßen seit dem 13. Jh. errichtet. Sie ist der Jungfrau Maria geweiht. Im 14. Jh. erfolgte der Umbau der Kirche zu einer dreischiffigen Basilika nach dem Vorbild gotländischer Kirchen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Kalksteingotik. Der Kalkstein war damals das vorherrschende Material in der Stadt. 1684 wurde die Kirche Opfer eines großen Brandes. Die heutige Inneneinrichtung wie das Gestühl und die Wappenepithaphe der baltendeutschen Adligen wurden in dem barocken Stil geschaffen. Die ebenfalls barocke Kanzel und der Altar wurden von Herrn Christian Ackermann geschaffen. In der Kirche wurde übrigens der russische Weltumsegler Adam Johann von Krusenstern gegraben.

Johanneskirche

Die Johanneskirche in Tartu ist eine gotische Backsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist die bedeutendste Kirche ihrer Art in Estland, das im Gegensatz zu seinen Nachbarn nur wenig Backsteingotik hervorgebracht hat. Die Kirche ist für seine Terrakottafiguren bekannt.

Kathedrale der Jungfrau Maria

Dieser sakrale Prachtbau in der Stadt Tallinn stammt aus dem 13. Jahrhundert und stellt eine der ältesten Kirchen Estlands dar.

Heiligengeistkirche

Die Heiligengeistkirche in Tallinn aus dem 14 Jh. die einzige originalgetreu erhaltenen Kirche aus jener Zeit. Sie ist für Estland von besonderer Bedeutung, da hier zum ersten Mal in der Sprache Estnisch gepredigt wurde. Hier wirkte auch der berühmte Balthasar Russow, ein livländischer Chronist. Architektonisch hervorgehoben sind die gotischen Schnitzarbeiten in der Kirche. Berühmt beispielsweise sind der Flügelaltar des Lübecker Meisters Bernt Notke und die Uhr von Christian Ackermann an der Außenfassade. Die Kirche diente ursprünglich als Kirche des Armenhauses und als eine Ratskapelle.

Nikolaikirche

Die Nikolaikirche in Tallinn ist dem Schutzpatron der Kaufmannsleute und Seefahrer gewidmet. Sie wurde im 13. Jh. erbaut und teilweise auch als Getreidelager genutzt. Heute beherbergt diese Kirche das Museum für sakrale Kultur. Besonders erwähnenswert sind der Totentanz des Lübecker Meisters Bernt Notke aus dem 15. Jh. und der Hauptaltar des Lübecker Malers Hermen Rode, der aus dergleichen Zeit stammt und von allen Bürger der Stadt finanziert wurde. Den Marienaltar erstand die Gilde der Schwarzhäupter gegen Ende des 15. Jh. in Brügge.

St. Olai

Der Turm der Kirche St. Olai in Tallinn bietet eine sehr gute Aussicht über die ganze Altstadt.

St. Brigitta-Kloster

Die Ruinen des St.-Brigitta-Klosters können in Pirita besichtigt werden. Dieses Kloster wurde 1407 gegründet.

St. Nikolai

Bei dieser Kirche handelt es sich um eine der bedeutendsten Kirchen Estlands.

Universitäten

Estnische Musikakademie

Hierbei handelt es sich um eine staatliche Musikhochschule in Tallinn, die im Jahr 1918 gegründet wurde und derzeit ca. 560 Studenten unterrichtet. Arvo Pärt, der gefeierte estnische Komponist, war der berühmteste Absolvent dieser Hochschule.

Estnische Kunstakademie

Die Estnische Kunstakademie in Tallinn ist eine staatliche Einrichtung. Sie entstand 1914 als Schule für angewandte Kunst.

Heute setzt sie sich aus den einzelnen Fachabteilungen für Architektur, Bildende Kunst, Denkmalpflege, Design, Medienwissenschaft und Kunstgeschichte zusammen.

Technische Universität Tallinn

Die einzige Technische Universität von ganz Estland gehört zugleich zu den bedeutendsten Technischen Universitäten im gesamten zentralen und östlichen Europa.

Universität von Tartu

Die Universität von Tartu wurde im Jahr 1632 von König Gustav II. Adolf gegründet. Zeitweise wurde sie in die weiter westlich gelegene Stadt Pärnu verlegt. Im Jahr 1802 eröffnete sie Zar Alexander I erneut.

Schon bald wurde sie ein Austauschort für russische, estnische und baltendeutsche Wissenschaftler.

Die Gebäude der Universität wurden von dem Architekten Johann Wilhelm Krause im klassizistischen Stil errichtet. Im Jahr 1809 wurden sie fertig gestellt. Derzeit studieren an ihren Fakultäten ca. 15.000 Studenten.

Universität Tallinn

Diese staatliche Universität von Tallinn bildet zur Zeit etwa 7.000 Studenten aus.

Die Bildungseinrichtung ging 2005 aus der Pädagogischen Universität Tallinn hervor und setzt sich heutzutage aus 6 Fakultäten zusammen.

Naturlandschaften und Inseln

Insel Kihnu

Diese Insel im Rigaer Meerbusen hat eine eine Größe von 16,65 km² ist eine wunderschöne Insel und einen Besuch wert.

Lahemaa National Park

Etwa 50 Kilometer östlich gelegen von Tallinn liegt dieser Nationalpark. Er umfasst ein Wald-, Moor- und Sumpfparadies.

Dabei sollte man sich vor allem an Viru raba halten, das einen 5 Kilometer langen Fußweg und einen Aussichtsturm bietet.

Peipussee

Zum Peipussee kann man mit ganz normalen Booten fahren oder man wählt die nachgebauten historischen Hansekoggen zur Befahrung.

Naissaar – Fraueninsel

Diese zu Estland gehörige Insel im Finnischen Meerbusen liegt ca.  8 km nördlich vom estnischen Festland. Sie ist ca. 18,6 km² groß und ist so gut wie unbewohnt.

Die unmittelbar an der Einfahrt zu der Bucht von Tallinn gelegene Insel war wegen ihrer geografischen Lager in der Vergangenheit von großer strategischer Bedeutung.

Seit 1995 ist sie ein Naturschutzgebiet, das dem Tourismus zugänglich gemacht werden soll. Noch immer stehen auf der Insel die liebevoll restaurierten Holzhäuser der einstigen schwedischen Dörfer.

Soomaa National Park

Ca. 115 Kilometer von Tallinn entfernt lieg der Soomaa Nationalpark, der für seine faszinierenden Moor- und Sumpflandschaft berühmt ist.

Überraschenderweise darf man hier sogar schwimmen, was angeblich die Haut verjüngen soll.

Sehenswert sind auch die vielen Dörfer des Nationalparks, die je nach Jahreszeit nur mit Booten zugänglich sind. Im Park kann man gut wandern, zelten oder auf Kanutour gehen.

Urwälder in Estland

Etwa 10% vom Territorium von Estland ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. In den geschützten Wäldern Estlands gibt es sogar noch einige Urwälder. Zum Beispiel den Urwald in Poruni im Landkreis Ida-Virumaa und den Urwald in Järvselja im Landkreis Tartumaa.

Sandstrand in Pirita

Ein wundervoller ausgedehnter Sandstrand ist im Stadtteil Pirita von Tallin zu sehen im Nordosten vom Stadtzentrum. Der Strand wird von Kiefernwäldern begrenzt und lockt vor allem in den Sommermonaten viele junge Leute an, die ihn zu einer Partymeile machen.

Ülemiste Järv – Oberer See

Der ca. 9,6 km² große Ülemiste Järv befindet sich im Südosten von Tallinn und ist hier der größte See der estnischen Hauptstadt. Er wird aus den Zuflüssen von Pirita , Jägala, Vääna und Pärnu gespeist und dient als Hauptressource für das Trinkwasser der Tallinner Stadtbevölkerung.

Der wegen seines immensen Reichtums an Fischen bei Anglern beliebte See gehört bereits seit dem 15. Jh. offiziell zum Stadtgebiet Tallinns und spielte schon damals eine große Rolle in der estnischen Mythologie.

So soll der See aus Tränen der um ihren Ehemann Kalev trauernden Linda entstanden sein, woran noch heute der Linda-Stein erinnert, ein großer Felsen, der direkt am See zu finden ist.

Die verzweifelte Witwe hat den Stein angeblich auf den Domberg zum Grabe ihres verstorbenen Gatten bringen wollen. Doch er fiel ihr damals von der Schulter.

Zusammenfassung Sehenswürdigkeiten

Bilder der Sehenswürdigkeiten sind im Reisebericht Estland von Sven.

UNESCO-Welterbestätten

  • Struve-Bogen
  • Altstadt von Tallinn

Bilder sind im Reisebericht Estland.

Kulturstätten und besondere Bauwerke

  • Älteste Apotheke Europas
  • Anatomisches Theater
  • Fernsehturm Tallinn (Teletorn)
  • Gotisches Rathaus
  • Haus der Schwarzhäuptergilde
  • Hermannsfeste
  • Kadriorg-Palast
  • Kiek in de Kök
  • Parlament
  • Rathaus
  • Schloss Katharinental
  • Sternwarte in Tartu
  • Kunda-Kultur

Bilder von eingen Kulturstätten und Bauwerken sind im Reisebericht Estland.

Museen

  • Estnisches Freilichtmuseum
  • Estnisches Historisches Museum im Haus der Großen Gilde
  • Estnisches Nationalmuseum
  • Kunstmuseum KUMU
  • Okkupationsmuseum
  • Estnisches Dramentheater – Tallinn
  • Estnische Nationaloper – Tallinn
  • Estnisches Puppentheater – Tallinn
  • Estnisches Russisches Theater – Tallinn
  • Sängerbühne oder Sängerfestwiese – Tallinn
  • Tallinn Stadttheater – Tallinn
  • Vanemuise – Tartu

Bilder von eingen Museen sind im Reisebericht Estland.

Kirchen und Klöster

  • Alexander-Newsky-Kathedrale
  • Dominikanerkloster
  • Domkirche
  • Heiligengeistkirche
  • Johanneskirche
  • Kathedrale der Jungfrau Maria
  • Nikolaikirche
  • St. Brigitta-Kloster
  • St. Nikolai
  • St. Olai

Bilder von eingen Kirchen und Klöstern sind im Reisebericht Estland.

Universitäten

  • Estnische Kunstakademie (Eesti Kunstiakadeemia)
  • Estnische Musikakademie (Eesti Muusikaakadeemia)
  • Technische Universität Tallinn (Tallinna Tehnikaülikool)
  • Universität Tallinn (Tallinna Ülikool)
  • Universität von Tartu

Bilder von eingen Universitäten sind im Reisebericht Estland.

Naturschönheiten

  • Insel Kihnu
  • Peipussee
  • Lahemaa National Park
  • Naissaar (Fraueninsel)
  • Sandstrand in Pirita
  • Soomaa National Park
  • Ülemiste Järv (Oberer See)
  • Urwälder in Estland

Bilder von eingen Naturlandschaften sind im Reisebericht Estland.

Links

Auswärtiges Amt Estland Reise- und Sicherheitshinweis

Reiseberichte Europa